Rein ins Wasser
Wie bereitet die Kanzlei Heidemann Küthe den juristischen Nachwuchs auf die Tätigkeit im Bereich Insolvenzrecht vor? Ein Einblick.
Themen wie Sanierung und Restrukturierung stehen im Jurastudium selten im Vorlesungsverzeichnis. Wer sich also nach dem Staatsexamen darauf spezialisieren möchte, braucht die richtigen Ausbilder. Dr. Georg Heidemann und Markus Küthe verstehen sich als solche.
„Insolvenzrechtliche Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln wir in unserer Kanzlei neben dem theoretischen Wissen vor allem im „Training on the job“, sagt Dr. Georg Heidemann. Berufsanfänger bei Heidemann Küthe sind daher meist schon recht früh bei Außenterminen mit Unternehmen dabei. Häufig werden sie gleich mit wichtigen Aufgaben betraut. Zum Beispiel mit der Prüfung bestehender Verträge sowie von Zahlungsforderungen oder Eigentumsvorbehaltsrechten von Lieferanten.
Für all diese Aufgaben, die auch ein hohes Maß an betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten erfordern, ist es Markus Küthe zufolge unerlässlich vor Ort zu sein und sich dort die entsprechenden Infos einzuholen: „Anders als in vielen Großkanzleien, in denen der Nachwuchs oft jahrelang im Back-Office arbeitet, lassen wir junge Anwälte also gleich zu Beginn praktische Erfahrungen machen.“ Dies geschieht nicht selten auch im Ausland, zum Beispiel wenn es sich um die Restrukturierung eines deutschen Mutterkonzerns mit Sitzen in Frankreich, Ungarn oder anderen europäischen Ländern handelt. So bekommen Berufsanfänger also auch auf internationalem Parkett einen Einblick in unternehmerische Themen und Tätigkeiten.
„Durchsetzungsfähigkeit beispielsweise ist in unserem Job enorm wichtig“
Viele Soft Skills wie Verhandlungsgeschick oder rhetorische Kompetenzen eignen sich Nachwuchskandidaten ebenfalls im Berufsalltag an. Bei anderen hingegen braucht es den Anwälten zufolge schon eine gute Basis. „Durchsetzungsfähigkeit beispielsweise ist in unserem Job enorm wichtig“, sagt Dr. Georg Heidemann. „Wenn Sie aber grundsätzlich eher ein schüchterner, zurückhaltender Typ sind, ist diese Fähigkeit nur schwer zu erlernen.“
Eine fundierte juristische Ausbildung und entsprechend hohe Qualifikationen setzt die Kanzlei Heidemann Küthe bei Bewerbern voraus. Dabei ist den beiden Partnern jedoch nicht wichtig, in welchem Tempo jemand sein Examen abgeschlossen hat. Markus Küthe bringt es auf den Punkt: „Die Zeit formt oft den Charakter.“
Autor: Elena Winter | Bilder: oben: Joseph Barrientos unsplash, unten: Judith Wagner