Orientierung finden in turbulenten Zeiten

Unternehmenskrisen können sehr individuell sein – und oft werden sie zu spät erkannt oder angegangen. Aus ihrer über 20-jährigen Praxiserfahrung haben Dr. Georg Heidemann und Markus Küthe einige wichtige Punkte zusammengestellt, wie und wo Unternehmer Orientierung in Krisenzeiten finden.

 
 
 

In der Regel gerät ein Unternehmen nicht von heute auf morgen in eine Krise, sondern durchläuft vorher verschiedene Krisenstadien. Das kann anfangen bei einer sogenannten Stakeholderkrise, weil Gesellschafter  aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zum Beispiel wichtige Investitionsentscheidungen zu spät oder gar nicht treffen. Oder bei einer Strategiekrise, weil die Ausrichtung einer Firma nicht klar ist und so Wettbewerbsvorteile verpuffen. Beide Szenarien können – neben anderen Gründen – in der Folge eine Absatzkrise hervorrufen, die zu Umsatzeinbrüchen führt. Darunter leidet wiederum auch der Erfolg – Rücklagen und Gewinn etwa schmilzen dahin. Die mögliche Folge daraus ist eine Liquiditätskrise: Es drohen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Das letztmögliche Krisenstadium ist schließlich die Insolvenzreife – und damit die bereits eingetretene Insolvenzantragspflicht.

Je weiter fortgeschritten eine Krise ist, desto turbulenter wird es für den Unternehmer bzw. die Unternehmerin. „Man hat keine Zeit mehr für das eigentliche Tagesgeschäft, sondern verbringt zum Beispiel viel Zeit in der Auseinandersetzung mit Banken und Lieferanten. Möglicherweise liegen auch schon erste Rechtsstreitigkeiten, Mahnbescheide und Vollstreckungsbescheide  vor. Der Druck steigt immer weiter“, weiß Dr. Georg Heidemann. Wie und wo findet man Orientierung, Unterstützung und Begleitung  in diesen turbulenten Zeiten? Und wie kann man vielleicht auch vermeiden, dass es überhaupt erst richtig turbulent wird? Die Experten von Heidemann Küthe Rechtsanwälte haben eine hilfreiche Checkliste dafür zusammengestellt.

 

Selbsterkenntnis: „Ich habe ein Problem”

„Der wichtigste Schritt heißt Selbsterkenntnis – denn die ist die Voraussetzung für alle weiteren Schritte. Klare Signale wie zum Beispiel Liquiditätsengpässe oder Lieferantendruck sollten ernst genommen werden“, sagt Markus Küthe. Anstatt diese Signale zu ignorieren oder in Schockstarre zu verfallen, wird das Problem eingestanden und aktiv nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Mut und Selbstreflexion an dieser Stelle zahlen sich aus.

Frühzeitig aktiv werden

Je früher die Probleme angegangen werden, desto besser. „Idealerweise noch vor Eintritt einer Liquiditätskrise. Denn dann können wir für das Unternehmen und die Gesellschafter am meisten retten“, sagt Dr. Georg Heidemann. Wie der Fels in der Brandung unterstützen die Krisenberater von Heidemann Küthe Rechtsanwälte ihre Mandanten bei deren individuellen Problemen, begleiten sie zum Beispiel in Bankgesprächen und verhandeln knallhart in deren Auftrag – mit einer Kraft und Souveränität, die eine krisengebeutelte Person oft nicht mehr hat.

Know your numbers

„Wo stehe ich genau?“ – auf diese Frage braucht es in einer Unternehmenskrise eine klare Antwort. Denn wer Klarheit über seine wirtschaftliche Situation hat, ist handlungsfähiger und offener für Lösungen. Vor allem eine digitale Buchhaltung sorgt dabei für Transparenz. Sie bildet die Basis für eine valide Liquiditätsplanung, um zum Beispiel auch Insolvenzantragspflichten und weitere Handlungspflichten der Geschäftsführung nicht zu versäumen.

Austauschen für den Perspektivwechsel

Es kann auch hilfreich sein, sich in einer Unternehmenskrise mit anderen Unternehmern auszutauschen. Entweder mit solchen, die man persönlich kennt oder etwa über Wirtschaftsverbände oder Branchenvereinigungen, die spezielle Netzwerktreffen anbieten. Die Tatsache, dass auch andere ähnliche Probleme haben und aktiv angehen, stärkt viele Menschen ungemein. Grundsätzlich kann das offene Ansprechen der Thematik im vertrauten Umfeld – z. B. bei Familien oder Freunden – emotional entlasten. Und auch ein externer Coach kann unter Umständen beim Perspektivwechsel helfen.

Mal Abstand nehmen zur Krisensituation

„Wenn es die jeweilige individuelle Unternehmenssituation zulässt und aktuell keine dringenden Fristen anstehen, kann es durchaus sinnvoll sein, wenn ein Mandant oder eine Mandantin zumindest für eine kurze Zeit auch mal so etwas wie eine „Auszeit“ nimmt“, sagt Markus Küthe. Räumlicher Abstand, zum Beispiel bei einem Wochenendtrip, kann neue Energie und Einsichten im Krisenbewältigungsprozess geben. Aber auch andere Aktivitäten wie z. B. Sport können dabei helfen, den Kopf frei zu kriegen – die Wege dorthin sind höchst individuell.

 

Fakt ist: Mit jeweils über 20 Jahren Erfahrung sind Dr. Georg Heidemann und Markus Küthe ziemlich krisenerprobt. Sie bieten Unternehmern in turbulenten Zeiten die nötige Stärke und Orientierung – auf Augenhöhe und 24/7, wenn gewünscht. Je nach Unternehmenssituation greifen sie dabei auf erfahrene Netzwerkpartner zurück, zum Beispiel aus den Bereichen Strafrecht oder Arbeitsrecht.  

Sie befinden sich in turbulenten Zeiten? – Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne.



Autor: Elena Winter | Bilder: unsplash/nicola-fioravanti, unsplash/s-migaj

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